Brandenburg-Geschichte kurz und bündig

Das Gebiet Brandenburgs in der Frühzeit

400-700 Zuge der Völkerwanderung verlassen germanische Stämme (Semnonen, Burgunden, Vandalen) die Mark, und slawische Völkerschaften Liutizen, Heveller, Sorben) rücken nach.

928 Eroberung der Hevellerburg „Brennaburg“ (Brandenburg) durch den deutschen König Heinrich I.

um 950 Gründung der Bistümer Havelberg und Brandenburg.

983 Der große Slawenaufstand beendet zunächst die Christianisierung und die Zuwanderung deutscher Siedler.


Brandenburg im Mittelalter

1134 Der Askanier Albrecht der Bär wird zum Markgrafen der Nordmark bestellt.

1157 Endgültige Einnahme von Brandenburg durch Albrecht. Zuvor Erwerb der Prignitz, der Zauche und des Havellandes, später kommen der Barnim und ein Teil der Uckermark hinzu. Albrecht nimmt den Titel eines Markgrafen von Brandenburg an. Unter der Herrschaft der Askanier kommt es zur Gründung zahlreicher Städte (u.a. Berlin 1237) und Klöster.

1324-1415 Herrschaft der Wittelsbacher und Luxemburger, während der es zum Verlust und Verkauf märkischer Gebiete kommt. Allgemein eine Epoche großer Wirren.

1356 Das Reichsgesetz „Goldene Bulle“ hat auch Auswirkungen auf Brandenburg: Es wird zum Kurfürstentum erhoben.


Brandenburg als Kurfürstentum

1415 Der Nürnberger Burggraf Friedrich von Hohenzollern, der seit 1411 bereits Verweser der Mark ist, wird als Friedrich I. Kurfürst von Brandenburg. Allmähliche Errichtung eines geordneten Staatswesens.

um 1450 Berlin wird unter Friedrich II. Landeszentrum und Residenz. 1506 Gründung der ersten märkischen Universität in Frankfurt.

1535-1571 Vorübergehende Aufteilung der Mark. Einführung der Reformation durch Kurfürst Joachim II.

1618 Kurfürst Johann Sigismund erlangt das Herzogtum Preußen.

1618-1648 Brandenburg-Preußen ist den Verwüstungen des Dreißigjährigen Krieges ausgeliefert und verliert mehr als die Hälfte seiner Bevölkerung.

nach 1685 Zuwanderung französischer Hugenotten nach Brandenburg.


Brandenburg als preußische Provinz

1701 Kurfürst Friedrich III. wird als Friedrich I. König in Preußen. Die Mark Brandenburg wird somit Teil des neuen Königreichs Preußen.

1713-1786 Unter Friedrich Wilhelm I. und Friedrich II. systematische Zuwanderung, zum Beispiel aus Böhmen, Holland und Frankreich. Wirtschaftliche Erschließung durch Errichtung von Betrieben, Bau von Kanälen, Urbarmachung von Luch- und Bruchgebieten. Preußen wird neben Habsburg zur zweiten vorherrschenden Macht in Deutschland (u.a. Eroberung Schlesiens).

1815-1816 Infolge des Wiener Kongresses Neuordnung der preußischen Verwaltung: Die Provinz Brandenburg verliert die Altmark und erhält die Niederlausitz sowie kleinere sächsische Gebiete (Belzig, Jüterbog, Dahme).

1871 Gründung des Deutschen Reiches unter Preußischer Vorherrschaft.

1850-1920 Aufschwung Berlins zur Metropole mit Auswirkungen auf das brandenburgische Umland.

1920 Schaffung von Berlin als selbständige Provinz, die aus Brandenburg ausgegliedert wird.


Brandenburg nach dem 2. Weltkrieg

1945-1952 Brandenburg gehört zur Sowjetischen Besatzungszone. Die Gebiete östlich der Oder und Neiße werden an Polen abgetreten. Das Land Brandenburg entsteht als Übergangslösung.

1952 Verwaltungsreform in der DDR. Brandenburg wird in die Bezirke Potsdam, Cottbus und Frankfurt aufgeteilt.

1990 Mit dem Beitritt der DDR zur Bundesrepublik Deutschland und dem Inkrafttreten der Länderstruktur entsteht das Land Brandenburg neu. Es ist in zwölf Kreise sowie vier kreisfreie Städte aufgeteilt.




Der Beitrag kommt von Berlin-Görlitzer Eisenbahn - Chronik
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