20.10.2017, 23:50 Uhr
     
1866-

1882-

1924-

1937-

1945-

1951-

1994-

2002-

2008-

2017
  Berlin - KW - Lübbenau - Cottbus - Spremberg - Horka - Görlitz     
  Registrierung  /  Anmeldung:        Kennwort     
suchen   
Neueste Sichtungen:

ES 64 F4 am 19.11.16, 11:44 in Ew

Auswahl
· Startseite

Themen
· Chronik (Zeittafel)
· Streckenabschnitte
· Bahn-Archiv
· Bilder-Galerie
· Quellen-Verzeichnis

Service
· FAQ's / Impressum
· Web Links
· Suchen

Who's Online
Es sind 16 Besucher und 0 Mitglieder online.

Anmeldung


Aktuelles
· Presse online:
logo
logo
logo
logo

· Fahrpläne, Tickets, Tarife ...
logo
logo
logo
logo
db-logo - Kursbuch
db-logo - Fahrplanänderungen
db-logo - Pressemeldungen
db-logo - Presseportal Berlin
db-logo - Presseportal Leipzig
db-logo - Aktuelle Verkehrslage
db-logo - Bahnhofs-Fahrpläne
db-logo - Bilddatenbank
db-logo - Museum
 BahnTV-logo  Programm

logo
logo
db-logo - Fahrplanänderungen

· Stadtpläne / Routenplaner:
 logo - OpenStreetMap
 logo - Google Maps
 logo - Bing Luftbilder

· Forum für Insider
logo


! ! !   Diese  Web-Site  ist  eine private Homepage, auf der ein registrierter Nutzer selbst Beiträge veröffentlichen kann. Für die Inhalte kann keine Ga- rantie übernommen werden   !



   Ereignis auf der Berlin - Görlitzer Eisenbahn:
   Datum: 15.02.1945 Kategorie: Kommune 
geschrieben von: Joe am 19.01.2013, 00:00 Uhr   
15.02.1945:  Schwerer Bombenangriff der Alliierten auf Cottbus

Bomben auf Cottbus

Bombenkrieg über Deutschland.
Das Luftwaffen-"Flugsicherungskommando" Dissenchen hatte etwa seit 10.00 Uhr die Warnstufe "Luftgefahr 30" ausgelöst und gab verschlüsselte Meldungen über "einfliegende starke feindliche Bomberverbände". Der Bahnhof Cottbus war vom Flugsicherungskommando gewarnt worden, um die Bahnanlagen freizumachen. Doch es fehlte an fahrbereiten Dampflokomotiven und ihrem Personal. So standen auf der nördlichen Rangieranlage neben einem Munitionszug Lazarettzüge und Züge mit Zwangsevakuierten. Sie blieben trotz Kenntnis der Luftlage sich selbst überlassen.


Anflug feindlicher Bomberstaffeln
Gegen 11.05 Uhr ertönten die Sirenen zum Voralarm, dem gegen 11.35 Uhr Fliegeralarm folgte. Akustische Mängel führten dazu, dass das letzte Warnsignal von vielen Menschen im Osten der Stadt nicht vernommen worden war. So gaben Handsirenen den Fliegeralarm erst zum Zeitpunkt der ersten detonierenden Bomben im Süden der Stadt bekannt. Zuerst wurden ferne Motorengeräusche hörbar, die sich ständig verstärkten. Ihr Anschwellen in der Luft ließ auf einen Bomberstrom schließen. Es waren insgesamt 459 B-17, die von 173 Mustang-Fernjagdflugzeugen P-51 begleitet wurden. Die Spitze von etwa zehn amerikanischen Bombern erreichte Cottbus gegen 11.45 Uhr.


Bomben treffen das Krankenhaus
Die ersten Bomben schlugen um 11.51 Uhr südlich des Bahnhofes ein. Auch Teile des Krankenhauses wurden zerstört. Völlig unvorbereitet traf der Bombenangriff in den frühen Mittagsstunden das Krankenhaus. Das Operationshaus wurde von einem Volltreffer bis auf die Grundmauern zerstört. Der West- und vorwiegend der Nordteil des Ostflügels wurden stark beschädigt. Alle im Operationssaal tätigen Ärzte und Schwestern wurden nur noch tot geborgen. Nach dem Bombenangriff war das Haus als Krankenhaus nicht mehr brauchbar. Das Haus wurde am 15. Februar 1945 um 11.55 Uhr (so blieben die Uhren stehen) in Minutenschnelle zerstört. Von 950 Betten waren nur noch ca. 350 Betten verfügbar. (Quelle: Heft 16, "Geschichte und Gegenwart des Bezirkes Cottbus")


Der Munitionszug explodiert
Eine ungeheure Druckdetonation erschütterte gegen 12.08 Uhr weite Teile der Stadt. Bevor die letzten Angriffsgeschwader heran waren, flog der auf den nördlichen Bahnanlagen abgestellte Munitionszug in die Luft. Obwohl die Bomben der ersten Geschwader noch bei klarer Sicht auf das anvisierte Bahnhofsgelände ausgelöst worden waren, detonierten sie im Gebiet südlich der Eisenbahnlinie Cottbus-Dresden bis zur Spree. Die Bomben der letzten Geschwader mit rund 150 viermotorigen Bombern, die Cottbus nach 12.10 Uhr erreichten, trafen das Waldgebiet des Branitzer Parks und Sandow bis zum Zusammenschluss der Eisenbahnlinie Frankfurt-Cottbus und Forst-Cottbus.

Weite Teile von Cottbus sind zerstört
Der flächendeckende Luftangriff war zu einem flächenzerstörenden Werk geworden. Die Ordnungspolizei fasste die Verluste und Schäden zusammen und stellte fest, dass ca. 4.000 Sprengbomben auf den Bahnhof mit seinen Anlagen, die östlichen und südlichen Stadtteile und die Branitzer Siedlung sowie auf 14 Industrie- und Versorgungsbetriebe geworfen wurden, wobei nach den vorläufigen Ermittlungen etwa 1.000 Tote und etwa 2.500 Verwundete zu beklagen waren. In Cottbus wurden 356 Wohnhäuser zerstört und weitere 3.600 Wohnungen beschädigt, so dass über 13.000 Einwohner obdachlos waren. Ebenfalls kamen etwa 400 Kinder bei den Bombenangriffen zu Tode.

(Aus einer unveröffentlichten Arbeit von Heinz Petzold über die westalliierten Luftkriegsaktionen 1939-1945 auf die Stadt Cottbus.)

Quelle: bpb


15.02.1945 | Benutzeranmeldung | 0 Kommentare
  Anonyme Benutzer können keine Kommentare verfassen, bitte anmelden!
Wir sind nicht verantwortlich für Kommentare unserer Benutzer
 
verwandte Links
· mehr zu Cottbus [Chosebuz]
· Beiträge von Joe


Beiträge: 1  im
Presse-Archiv (bis 1945)


Einträge: 4  im
Quellen-Verzeichnis


meistgelesener Beitrag Cottbus [Chosebuz]:
16.07.2005


Navigation Navigation  

www.goerlitzer-bahn.de www.schwartzkopff-wildau.de www.elektrisch-bis-kw.de