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   Ereignis auf der Berlin - Görlitzer Eisenbahn:
   Datum: 18.02.2004 Kategorie: Bauwerke 
geschrieben von: Chris am 19.02.2004, 23:28 Uhr, (aus sicherer Quelle)   
18.02.2004:  Ein urwüchsiger Steg nach Blumberg
Erinnerungen an eine 400 Jahre alte hölzerne Ostritzer Brücke, die sogar Künstler begeisterte


Ein urwüchsiger Steg nach Blumberg
Erinnerungen an eine 400 Jahre alte hölzerne Ostritzer Brücke, die sogar Künstler begeisterte
Von Helmut Hofmann

Am Blumberger Weg in Ostritz fällt eine etwas im Gebüsch stehende Gedenktafel auf, die an ein eigenartiges Bauwerk – die Blumberger Stege – erinnert. Das war eine von drei hölzernen Brücken bei Ostritz, die einst die Neiße überquerten. Die „Grunauer Brücke“ wurde 1870 mit dem Bau der Bahnlinie Zittau—Görlitz abgerissen, die St. Marienthaler Klosterbrücke fiel 1897 dem Hochwasser zum Opfer. Es blieb die „Blumberger Stege“, die nach dem Zweiten Weltkrieg Stück für Stück „verschwand“.

Der bedeutende Zittauer Zeichner Adolf Schorich hielt die Brücke in einem seiner Bilder fest und widmete ihr einige Betrachtungen: „… Balken, Stützen und Streben sind von einer unglaublichen Urwüchsigkeit, man hat die Baumstämme fast kaum bearbeitet, vielmehr so verwendet, wie sie in den einstigen nahen Wäldern geschlagen worden sind.“ Mehr als 400 Jahre legte sich das Bauwerk über den Fluss und diente ausschließlich dem Fußgängerverkehr zwischen dem Dorf Blumberg (heute Bratkow) und der Stadt Ostritz.

Zwei massive Uferjoche und vier hölzerne Böcke trugen die fünf etwa elf Meter langen Felder der Brücke mit insgesamt 56 Meter Länge. Alle Böcke waren flussaufwärts durch schräg liegende Eichenstämme (Eisbäume) gestützt und wurden mittels Gegenstreben gesichert. Die Gangbahn, nur 1,32 Meter breit, hatte beiderseits Geländer und befand sich annähernd fünf Meter über dem Wasserspiegel.

Bemerkenswert ist, dass die „Stege“ allem Hochwasser und den Eisgängen trotzte, im Gegensatz zu anderen sogar steinernen Brücken. Natürlich gab es wiederkehrende Beschädigungen, wie die Stegebücher seit 1602 ausweisen. Größere Widerstandsfähigkeit sollten die 1891 eingebauten gusseisernen T-Träger und auch der 1892 vom Blumberger Bernhard Riedel bezahlte massive Mittelpfeiler geben.

Wichtige Verbindung

Für die Blumberger war die Verbindung zur Stadt über den Fluss sehr wichtig, und wenn es nur zum sonntäglichen Kirchgang war. Selbst die Verstorbenen mussten nochmals hinüber zum Ostritzer Friedhof gebracht werden.

Eine in den Stegebüchern aufgeführte „Stegekasse“ verfügte über ein eigenes Vermögen, das durch zinsbare Anlagen und vereinzelte Zuwendungen anwuchs. Früher gab es zwei dafür beauftragte Vertrauensleute, auch „Stegeherren“ oder „Stegeväter“ genannt. Sie sorgten für die Instandhaltung und auch für die Kassenrechnung. Immer wieder wurde neues Eichenholz gekauft, so zum Beispiel im Jahre 1605 „…für Eichen zum Sägen zahlt 7 Marg…“. 1639 war die Stege in so schlechtem Zustand, dass die Gemeinde sogar 18 Mark Schadenersatz leisten musste, weil Passanten heruntergefallen waren. Schon vor 1669 stand auf der „Freiheit der Blumberger Seite“ eine Stege-Kapelle, die immer wieder vom Hochwasser zerstört und erneut aufgebaut wurde, was ebenfalls die Kasse übernahm.

Schade, dass diese bauliche Besonderheit ihren Fortbestand nur noch in der Chronik gefunden hat.

Quelle: Oberlausitzer Heimatzeitung 1925, Dr. Taute, mit freundlicher Unterstützung von Tilo Böhmer, Heimatverein Ostritz e. V.

Quelle: Elektronische Medien , Zitat aus: sz-online (Sächsische Zeitung) lokal, http://www.sz-online.de/nachrichten/artikel.asp?id=575615

18.02.2004 | Benutzeranmeldung | 0 Kommentare
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